19.11.2016 – 01.05.2017

Ausstellung im Kaisertrutz

Dienstag bis Sonntag
10:00 bis 17:00 Uhr
Freitag bis 20:00 Uhr

Begleitprogramm

50 Veranstaltungen

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Rubrik Termine >>>
Programm-Flyer >>>

Wir sammeln weiter

Projektbüro geöffnet

℅ FVKS, Untermarkt 23
Dienstag bis Donnerstag
13:00 bis 17:00 Uhr

Das Projekt

Foto: Jürgen Matschie – Stadtleben Görlitz / DDR

„Früher war alles besser!“ und „Früher haben noch alle zusammen gehalten!“ Kennen Sie solche Aussprüche über das Leben in der DDR oder haben Sie das vielleicht auch schon einmal selbst gedacht?

Was wissen wir denn heute noch wirklich von den DDR-Zeiten in Görlitz? Die Erinnerung verblasst. Für Jugendliche und junge Erwachsene handelt es sich häufig nur noch um eine untergegangene Epoche der deutschen Geschichte. Doch bevor diese DDR-Erfahrungen gänzlich in Vergessenheit geraten, soll dieses Kapitel der Görlitzer Stadtgeschichte noch einmal lebendig werden. Gute wie schlechte Erlebnisse sollen sichtbar gemacht und nebeneinander gestellt werden. Alles, nur keine Ostalgie!

Mit diesem Ziel hat das Kulturhistorische Museum Görlitz gemeinsam mit dem Förderverein Kulturstadt Görlitz-Zgorzelec e.V. (FVKS) sowie weiteren lokalen Partnern und Akteuren das Projekt „Erfahrung DDR!“ ins Leben gerufen. Durch die Mitwirkung und Teilhabe der Görlitzer soll eine Ausstellung entstehen. 
Angesprochen sind insbesondere die Einwohner der Stadt, die sich vom Wandel hin zu Kultur und Tourismus nicht mitgenommen fühlen und einen großen Teil der Gesamtbevölkerung ausmachen. Sie erhalten hier die Möglichkeit, sich mit ihren spezifischen Erinnerungen an das Leben in der DDR auseinander zu setzen und diese mit nachgeborenen Generationen und Neu-Görlitzern zu teilen.

Für das Museum ist es ein großes Experiment, denn die Görlitzer selbst sind Gestalter der Ausstellung „Erfahrung DDR!“, die zwischen 19. November 2016 und 01. Mai 2017  im Kaisertrutz gezeigt wird. Sie können ihre DDR-Erinnerungsstücke zusammen mit der persönlichen Geschichte einem der Themenräume zuordnen. Das Kulturhistorische Museum stellt die Fläche einschließlich Mobiliar zur Verfügung und ist bei diesem Mitmach-Projekt Moderator, Schauplatz, Ausstellungs- und Veranstaltungsort.
Das Mitmachprojekt wird gefördert im Fonds Stadtgefährten der Kulturstiftung des Bundes. 

Aktionen

Foto: Jürgen Matschie – Speisebar Görlitz / DDR

Bei dem ganzen Projekt geht es ums Mitmachen!
So wurden bis ins Frühjahr 2017 für die Ausstellung im Kaisertrutz private DDR-Erinnerungsstücke von Görlitzern einschließlich ihrer Geschichte gesucht.

Infotour und Sammelaktion

Hingehen, informieren, mitmachen ! Die Projektkoordinatoren waren im Sommer und Herbst 2016 mit dem Infomobil, einem roten Feuerwehr-Barkas, Baujahr 1967, in der Stadt unterwegs. Bei ihren Einsätzen nahmen sie auch Objekte entgegen.

Für die Suche nach solchen Erinnerungsstücken gab es hier >>> eine Hilfestellung. Voraussetzung, um bei der Ausstellung mitmachen zu können, war die persönliche Geschichte, die mündlich, schriftlich oder filmisch fixiert wurde. Die Erinnerungsstücke kommen als Leihgaben in die Ausstellung und werden nach der Ausstellung an die Eigentümer zurückgegeben. Die Sammlung wurde auch nach der Ausstellungseröffnung fortgeführt.

Ausgewählte Termine und Standorte des Infomobils gibt es im Rückblick hier >>> .

Für Fragen und Hinweise stehen die Projektkoordinatorinnen noch bis 30. März 2017 zur Verfügung:

Projektbüro „Erfahrung DDR“ (geöffnet bis 30. März 2017):
Dienstag, Mittwoch, Donnerstag 13 – 17 Uhr
c/o FVKS – Förderverein Kulturstadt Görlitz-Zgorzelec e.V.
Untermarkt 23, D-02826 Görlitz


Fotowettbewerb „Schauplätze – Erinnerungsorte der DDR im Raum Görlitz“

Begleitend zum Ausstellungsprojekt konnten Einwohner von Görlitz und Umgebung ihre „Schauplätze“ als Fotos beim Förderverein Kulturstadt Görlitz-Zgorzelec e.V. (FVKS) einsenden.

Dabei ging es um Orte im Stadtgebiet, die mit persönlichen Erinnerungen verbunden sind: Solche, die heute noch zu sehen sind, und auch jene, die mittlerweile verschwunden sind oder anders aussehen. Beispielsweise ganze Häuser, Straßennamen, Industrieanlagen, Denkmäler, Aufschriften auf Gebäuden, aber auch persönliche Momente, Ereignisse und vieles mehr. Die eingesendeten Fotos dokumentieren ein Stück << Persönliche Erinnerung >> an die DDR-Zeit.

Eine Jury prämiert die besten drei Einsendungen, es gibt attraktive Preise zu gewinnen. Außerdem wird eine Auswahl der Fotos an verschiedenen Orten im Stadtgebiet Görlitz als Wanderausstellung gezeigt.

Selbstverständlich konnten alle mitmachen: Junge Leute, Neu-Görlitzer und Interessierte begeben sich auf Spurensuche im Stadtgebiet, Zeitzeugen präsentieren ihren persönlichen „Schauplatz“. Der Wettbewerb begleitet so die Ausstellung im Kaisertrutz.

** Einsendungen waren bis 28. Februar 2017 möglich **

Alle Informationen zum Wettbewerb gibt es hier >>> .

 

** Vergangene Aktionen **


Oldiparade am Tag des Offenen Denkmals

Die Mitmach-Oldtimer-Parade zum Thema „Mobilität in der DDR“ fand zum Tag des Offenen Denkmals am 11. September 2016 auf der unteren Elisabethstraße statt. 25 Eigentümer von Automobilen, Motorrädern und Mopeds präsentierten bei herrlichem Wetter und entspannter Atmosphäre ihre Gefährte und Geschichten.

Einen Rückblick gibt es auf unserer Facebook-Seite, hier >>> .


Studierendenpicknick auf dem Dicken Turm

Lange Zeit war der Dicke Turm am Marienplatz Treffpunkt und „Partyturm“ für Studierende. Insbesondere in den 1970er und 1980er Jahren waren die Zusammenkünfte „legendär“. Am 01. Oktober war „der Dicke“ Treffpunkt (nicht nur) für ehemalige Studierende, eine Gelegenheit, um sich an historischer Stätte wiederzusehen, Geschichten und Erinnerungen auszutauschen.

Der Eintritt war frei, „bezahlt“ wurde mit persönlichen Geschichten und Mitbringseln, Fotos und Erinnerungsstücke „erzählten“ von den studentischen Veranstaltungen am Turm.

Einen Rückblick gibt es auf unserer Facebook-Seite, hier >>> und hier >>>.

Ausstellungen

Foto: Jürgen Matschie – Staatsgrenze Görlitz / DDR

Erfahrung DDR!

  • Zeit: 18.11.2016 bis 01.05.2017, Di. – So. 10 – 17 Uhr / inkl. 01. Mai (Mo.)
  • Ort: Kulturhistorisches Museum Kaisertrutz, Platz des 17. Juni
  • Dienstag bis
  • Eintritt frei für Leihgeber!
  • Wegen des großen Besucherinteresses wurde die Sonderausstellung bis zum 30.04.2017 verlängert 🙂 .

Leihgeber für die Ausstellungsgegenstände, Ausstellungsgestalter und Vermittler sind die sich beteiligenden Görlitzerinnen und Görlitzer.

Kunsterfahrung DDR!

  • Zeit: 03.09.2016 bis 02.04.2017, Di. – So. 10 – 17 Uhr
  • Ort: Ladengeschäft Wendel-Roskopf-Straße 12
  • Eintritt frei!

Zu den Sammlungen des Kulturhistorischen Museums gehören zahlreiche Gemälde, die in den Jahren der DDR angekauft bzw. von der Stadt Görlitz in Auftrag gegeben wurden. Seit der Friedlichen Revolution befinden sie sich im Depot.

Für die Ausstellung „Kunsterfahrung DDR“, die dank Unterstützung der KommWohnen Görlitz GmbH in einem Ladenlokal in Görlitz-Königshufen zu sehen ist, kehren sie erstmals wieder in die Öffentlichkeit zurück.

Die Ausstellung bietet die Gelegenheit, sich über die Rolle der Bildenden Künste in der DDR zu informieren und im Rahmen von Kuratorenführungen darüber ins Gespräch zu kommen.
Weitere Informationen erhalten Sie hier >>>

Schauplätze – Filmdrehort Görlitz #1 DDR-Zeit

Görlitz entwickelt sich aktuell und in den letzten Jahrzehnten zu einem beliebten Schauplatz für den Filmdreh. Bereits zu DDR-Zeiten ist der Standort für Filmschaffende kein „unbeschriebenes Blatt“.

Die Ausstellung im Museum der Fotografie Görlitz widmet sich deshalb in Schwerpunkten dem Zeitraum von Anfang der 1950er Jahre bis 1990, also der DDR-Zeit. Präsentiert werden Filmszenen, Drehorte, Darsteller und Geschichten. Weitere Informationen gibt es hier >>>

 Fotowanderausstellung „Schauplätze“ – Erinnerungsorte der DDR in Görlitz

  • Zeit: 05.12.2016 – 01.05.2017
  • Orte: FVKS (Untermarkt 23) / Kaisertrutz / CityCenter Frauentor
  • Eintritt frei!
  • Wegen des großen Interesses wurde auch diese Ausstellung bis 01.05.2017 verlängert 🙂 .

Idee: Bei einem Fotowettbewerb, der im Vorfeld und begleitend zur Ausstellung im Kaisertrutz läuft, können Einwohner von Görlitz und Umgebung ihre „Schauplätze“ beim Förderverein Kulturstadt Görlitz-Zgorzelec e.V. (FVKS) einsenden. Dabei geht es um Orte im Stadtgebiet, die mit persönlichen Erinnerungen verbunden sind: Solche die heute noch zu sehen sind, und auch jene, die mittlerweile verschwunden sind oder anders aussehen. Beispielsweise ganze Häuser, Straßennamen, Industrieanlagen, Denkmäler, Aufschriften auf Gebäuden, persönliche Momente und vieles mehr.

Die eingesendeten Fotos dokumentieren ein Stück Erinnerung an die DDR-Zeit. Selbstverständlich können alle mitmachen: Junge Leute, Neu-Görlitzer und Interessierte begeben sich auf Spurensuche im Stadtgebiet, Zeitzeugen dokumentieren ihren persönlichen „Schauplatz“.

Wettbewerb & Wanderausstellung: Bereits ab Dezember tourt die Fotoausstellung durch das Stadtgebiet, gezeigt werden ausgewählte laufende Einsendungen. Darüber hinaus werden aus dem breiten Fundus an Exponaten der Leihgeber auch Fotoreportagen zu unterschiedlichen Themen präsentiert.

Informationen zur Teilnahme am Fotowettbewerb gibt es hier >>> . Termine und Orte der Fotoausstellungen finden sich im Flyer zum Begleitprogramm hier >>> und jeweils rechtzeitig vor Veranstaltungsbeginn in der Rubrik „Termine“.

 

** Abgeschlossene Ausstellungen **


Transformation. Görlitz — Fotoausstellung von Jürgen Matschie

  • Zeit: 26.08. bis 11.09.2016, Mi. – So. 13 – 17 Uhr ** Veranstaltung beendet
  • Ort: Biblisches Haus, Neißstraße 29
  • Eintritt frei!

Seit Jahrzehnten ist die Lausitz sein fotografisches Terrain: Jürgen Matschie benutzt die dokumentarische Fotografie, um die vergehende Zeit festzuhalten, den Zeitgeist einzufangen.

Die Ausstellung „Transformation. Görlitz“ zeigte ausgewählte Fotografien aus den späten 1980er und frühen 1990er Jahren. Den Lebensalltag der Menschen portraitierte der Künstler mit viel Feingefühl für den richtigen Moment. Und stellte den Bildern von damals die Gegenwart gegenüber. Übrigens, Transformation. Görlitz ist die bisher einzige Ausstellung, die im Biblischen Haus gezeigt wurde.

Einen Rückblick gibt es auf unserer Facebook-Seite, hier >>> .

Aktuell

20. März 2017

Erfahrung DDR
CON MOTO ** Diskussion & Musik im Kaisertrutz

** Heute Abend (20. März) ** CON MOTO ** Diskussion und Musik live im Kaisertrutz ** 18 Uhr - Thema: "3. Generation Ost" **

www.facebook.com/events/182248165572393/

CON MOTO ** Diskussion & Musik im Kaisertrutz 20. März 2017 - 18:00 Kaisertrutz/Reichenbacher TurmCON MOTO, unser Podium für Dialog und Musik, ist eine Veranstaltungsreihe, die gesellschaftliche Themen aufgreift und zugleich musikalisch untersetzt. Ein besonderes Zusammenspiel von Sprache und Musik.

Das Thema diesmal: "3. Generation Ost"

Eine Veranstaltung in Zusammenarbeit mit PhilMehr! "Philharmonische Brücken e.V." .
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15. März 2017

Erfahrung DDR
Stammtisch Erfahrung DDR!

** „Die Rolle der Frauen in der DDR ̶ Mythos und Wirklichkeit“ ** Der Stammtisch "Erfahrung DDR! am 16. März, 18:00 Uhr, Kaisertrutz ** mitdiskutieren! **

www.facebook.com/events/1228680450546860/

Stammtisch Erfahrung DDR! 16. März 2017 - 18:00 Kaisertrutz/Reichenbacher TurmThema an diesem Abend: „Die Rolle der Frauen in der DDR ̶ Mythos und Wirklichkeit“.

Bei der Veranstaltungsreihe „Stammtisch Erfahrung DDR! diskutieren Gesprächspartner und Besucher die Hintergründe, Erlebnisse und Rahmenbedingungen rund um ein Thema.

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Vor dem Gesetz war die Gleichstellung von Mann und Frau in der DDR, anders als in der alten Bundesrepublik, seit 1949 vollzogen und auch die Vereinbarkeit von Beruf und Familie in der Frauen- und Familienpolitik festgeschrieben.

Dennoch war dies wohl nicht nur der gesellschaftlichen Fortschrittlichkeit des Sozialismus geschuldet. Krieg und Reparationen hatten das Land personell und wirtschaftlich ausgeblutet. Die Fluchtbewegung abertausender Menschen bis zum Mauerbau am 13. August 1961 führte zu Aderlass an Arbeitskräften. Später war es der unstillbare Personalbedarf der maroden DDR-Volkswirtschaft, der vor allem durch die uneingeschränkte Berufstätigkeit der Frauen, aber auch durch Gastarbeiter aus „sozialistischen Bruderstaaten“ kompensiert wurde.

Vor allem in der späten DDR der 1970er und 1980er Jahre heirateten Frauen jünger und wurden früher Mutter als in der alten Bundesrepublik. An Kinderbetreuungsplätzen mangelte es nicht. Gleichzeitig wiesen Frauen in der DDR oft eine bessere berufliche Ausbildung vor als im Westen.

Die Kehrseite: Nur Ehe und Kind ermöglichten die Zuteilung einer angemessenen Wohnung. Entsprechend hoch lag die Rate der Ehescheidungen und der Anteil alleinerziehender Frauen. Viele Frauen litten unter dem Druck der bestehenden Mehrfachbelastung von Beruf, Familie und Haushalt. Entgegen dem staatlichen Streben waren Frauen in der DDR zwar unverzichtbarere Teil der Arbeitswelt, aber nicht gleichberechtigt. Familie und Haushalt blieb Frauenarbeit. Ihr Anteil an Führungspositionen war verschwindend.

Auch verdienten Frauen durchschnittlich weniger, als ihre männlichen Kollegen. Hält die Gleichberechtigung der Frauen in der DDR einer Realitätsprüfung also nicht stand? Wurden die Lasten zwischen Männern und Frauen in der Familie gerecht verteilt oder war der Internationale Frauentag nur ein gesellschaftliches Feigenblatt? Muss Gleichberechtigung von Frauen und Männern erkämpft sein, um auch gesellschaftlich anerkannt zu werden? Konnten sich Frauen in der DDR zwischen einer klassischen Rolle als Mutter und Hausfrau und einer Vollzeitberufstätigkeit entscheiden oder war dies gesellschaftlich und staatlich geächtet?

Darüber diskutiert der Stammtisch „Erfahrung DDR!“ am 16. März, 18:00 Uhr im Kaisertrutz.
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13. März 2017

Erfahrung DDR
** Kleiner Foto-Rückblick: CON MOTO ** Podium für Dialog & Musik, vom 06. März, Kaisertrutz Görlitz  **

Zum Thema „Ordnung, Sicherheit, Staatssicherheit“ diskutierten u.a. Tobias Hollitzer, Lutz Rathenow, Harald Wenske und Martin Pescheck.
Moderation: Jasper v. Richthofen, Silke Maria Hampel
Eine Veranstaltung in Zusammenarbeit mit dem PhilMehr! Philharmonische Brücken e.V..

Wir freuen uns, dass so viele Görlitzer in den Kaisertrutz gekommen sind, um mit unseren Podiumsgästen dieses schwierige und dennoch interessante Thema aus der DDR-Geschichte zu diskutieren.

** Kleiner Foto-Rückblick: CON MOTO ** Podium für Dialog & Musik, vom 06. März, Kaisertrutz Görlitz **

Zum Thema „Ordnung, Sicherheit, Staatssicherheit“ diskutierten u.a. Tobias Hollitzer, Lutz Rathenow, Harald Wenske und Martin Pescheck.
Moderation: Jasper v. Richthofen, Silke Maria Hampel
Eine Veranstaltung in Zusammenarbeit mit dem PhilMehr! "Philharmonische Brücken e.V.".

Wir freuen uns, dass so viele Görlitzer in den Kaisertrutz gekommen sind, um mit unseren Podiumsgästen dieses schwierige und dennoch interessante Thema aus der DDR-Geschichte zu diskutieren.
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13. März 2017

Erfahrung DDR
Kino im Kaisertrutz, Freitag, 3. März 2017
„Der heimliche Blick – wie die DDR sich selbst beobachtete“ (EichbergFilm 2015)

Dieser Film stieß auf reges Interesse bei den Görlitzern, die zahlreich zur Vorführung erschienen und gerne die Möglichkeit nutzten, sich in die anschließende Diskussion einzubringen.

Zwischen 1970 und 1986 entstanden bei der Staatlichen Filmdokumentation (SFD) am DDR-Filmarchiv etwa 300, nicht für die Öffentlichkeit gedachte Filme. Offizieller Auftrag des Kulturministeriums an die Filmgruppe war es, eine Dokumentation des sozialistischen Staates für die Zukunft zu schaffen. SFD-Filme sollten die DDR vollständiger zeigen als die zensierten Medien es taten: Nicht Agitation war das Ziel, sondern Information. Gefilmt werden sollte, was in den Produktionsplänen von DEFA und Fernsehen nicht vorkam, was in der DDR-Gesellschaft zu verschwinden drohte, was in der Öffentlichkeit als unerwünscht, ja sogar als tabuisiert galt. Dieser ungewöhnliche Auftrag war nur möglich, weil die Filme der Staatlichen Filmdokumentation nicht für die Zuschauer von Heute gedacht waren, sondern für Zuschauer von Morgen: Erst spätere Generationen sollten die ganze DDR sehen und dann, so die Hoffnung, auch offen über Probleme und Widersprüche sprechen können. Bis dahin waren SFD-Filme, bis auf eine Handvoll von Ausnahmen, geheim und nicht für die Öffentlichkeit gedacht. Noch 1989 gehörten sie zum Sperrmaterial des DDR-Filmarchivs. Die Staatliche Filmdokumentation zeichnete blinde Flecken der DDR-Medien auf, darüber hinaus aber auch eine Vielzahl von Lebens- und Alltagsgeschichten: SFD-Filme hielten Biographien von Menschen fest, die auf der mittleren Ebene der Macht die Politik, Wirtschaft, Kultur und Wissenschaft der DDR geprägt hatten, aber auch ganz alltägliche Lebensläufe. Besonders mit der Berlin-Totale entstand eine Filmreihe, die den Alltag der DDR aus ungewohnten Blickwinkeln zeigte – den Alltag arbeitender Menschen, Familien- und Wohnalltag, verschiedene soziale Gruppen vom Rentnerehepaar bis hin zur kinderreichen Familie, auch Alltag außerhalb der sozialistischen Normen. Im Jahr 1986 wurde das einmalige Filmexperiment der Staatlichen Filmdokumentation schließlich abgebrochen: Am Ende war das Misstrauen der Partei zu groß geworden, dass SFD-Filmemacher die Grenzen des politisch Erlaubten überschritten hatten.
Einführung: Thomas Eichberg, Filmemacher
Autor: Dr. Anne Barnert

Görlitzer Sammlungen für Geschichte und Kultur

Kino im Kaisertrutz, Freitag, 3. März 2017
„Der heimliche Blick – wie die DDR sich selbst beobachtete“ (EichbergFilm 2015)

Dieser Film stieß auf reges Interesse bei den Görlitzern, die zahlreich zur Vorführung erschienen und gerne die Möglichkeit nutzten, sich in die anschließende Diskussion einzubringen.

Zwischen 1970 und 1986 entstanden bei der "Staatlichen Filmdokumentation" (SFD) am DDR-Filmarchiv etwa 300, nicht für die Öffentlichkeit gedachte Filme. Offizieller Auftrag des Kulturministeriums an die Filmgruppe war es, eine Dokumentation des sozialistischen Staates für die Zukunft zu schaffen. SFD-Filme sollten die DDR vollständiger zeigen als die zensierten Medien es taten: Nicht Agitation war das Ziel, sondern Information. Gefilmt werden sollte, was in den Produktionsplänen von DEFA und Fernsehen nicht vorkam, was in der DDR-Gesellschaft zu verschwinden drohte, was in der Öffentlichkeit als unerwünscht, ja sogar als tabuisiert galt. Dieser ungewöhnliche Auftrag war nur möglich, weil die Filme der Staatlichen Filmdokumentation nicht für die Zuschauer von Heute gedacht waren, sondern für Zuschauer von Morgen: Erst spätere Generationen sollten die 'ganze' DDR sehen und dann, so die Hoffnung, auch offen über Probleme und Widersprüche sprechen können. Bis dahin waren SFD-Filme, bis auf eine Handvoll von Ausnahmen, geheim und nicht für die Öffentlichkeit gedacht. Noch 1989 gehörten sie zum Sperrmaterial des DDR-Filmarchivs. Die Staatliche Filmdokumentation zeichnete "blinde Flecken" der DDR-Medien auf, darüber hinaus aber auch eine Vielzahl von Lebens- und Alltagsgeschichten: SFD-Filme hielten Biographien von Menschen fest, die auf der mittleren Ebene der Macht die Politik, Wirtschaft, Kultur und Wissenschaft der DDR geprägt hatten, aber auch ganz alltägliche Lebensläufe. Besonders mit der "Berlin-Totale" entstand eine Filmreihe, die den Alltag der DDR aus ungewohnten Blickwinkeln zeigte – den Alltag arbeitender Menschen, Familien- und Wohnalltag, verschiedene soziale Gruppen vom Rentnerehepaar bis hin zur kinderreichen Familie, auch Alltag außerhalb der sozialistischen Normen. Im Jahr 1986 wurde das einmalige Filmexperiment der Staatlichen Filmdokumentation schließlich abgebrochen: Am Ende war das Misstrauen der Partei zu groß geworden, dass SFD-Filmemacher die Grenzen des politisch Erlaubten überschritten hatten.
Einführung: Thomas Eichberg, Filmemacher
Autor: Dr. Anne Barnert

Görlitzer Sammlungen für Geschichte und Kultur
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10. März 2017

Erfahrung DDR
Foto-Spaziergang: „Spurensuche: Fußgängerzone Berliner Straße

** Lust auf Bewegung? Foto-Spaziergang "Spurensuche" DDR am 17. März ** Anmeldung noch bis 13. März möglich **

www.facebook.com/events/1101277759999588/

Foto-Spaziergang: „Spurensuche: Fußgängerzone Berliner Straße" 17. März 2017 - 15:00 Bahnhof GörlitzFoto-Spaziergang „Spurensuche: Fußgängerzone Berliner Straße". Zu Fuss und mit Objektiv auf den Spuren der "DDR".

Treffpunkt: 15:00 Uhr beim Blumenladen am Bahnhof Görlitz.

Anmeldung: Bitte bis 13.03.2017 telefonisch unter +49 (0)160 480 74 41 oder per eMail exkursion@erfahrung-ddr.de .

Teilnahme: Kostenfrei

Dauer: ca. 2 Stunden

Foto-Scout: Stefan Müller

Titel-Foto: Stefan Müller - Wappen "Görlitzer Hof"
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07. März 2017

Erfahrung DDR

Mitschnitt Interview, Radio Paloma, 03.03.2017
** @Verlängerung ** Unsere Projektkoordinatorinnen Silke Maria Hampel & Agnieszka Lemmer im Interview auf Radio Paloma 🙂 **

Mitschnitt vom 03. März 2017
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Nun schaffen wir es also doch noch! 😀

06. März 2017

Erfahrung DDR
Vortrag Erfahrung DDR! ** Schätze des Ratsarchivs Görlitz

Vortrag Erfahrung DDR!
Schätze des Ratsarchivs ** Akten aus der DDR

Görlitz zu Zeiten der DDR. Die Stadtverwaltung zwischen sozialistischem Anspruch und faktischer Wirklichkeit.

Ratsarchivar Siegfried Hoche gibt dokumentarische Einblicke in ein wenig beleuchtetes Kapitel Görlitzer Zeitgeschichte.

Dienstag, 14. März, 17:00 Uhr, Ratsarchiv Görlitz

Vortrag Erfahrung DDR! ** Schätze des Ratsarchivs Görlitz 14. März 2017 - 17:00 Rathaus GörlitzVortrag Erfahrung DDR!
Schätze des Ratsarchivs ** Akten aus der DDR

Görlitz zu Zeiten der DDR. Die Stadtverwaltung zwischen sozialistischem Anspruch und faktischer Wirklichkeit.

Ratsarchivar Siegfried Hoche gibt dokumentarische Einblicke in ein wenig beleuchtetes Kapitel Görlitzer Zeitgeschichte.

Dienstag, 14. März, 17:00 Uhr, Ratsarchiv Görlitz
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05. März 2017

Erfahrung DDR
CON MOTO ** Diskussion & Musik im Kaisertrutz

** "Ordnung, Sicherheit, Staatssicherheit" ** CON MOTO am 06. März, 18:00 Uhr im Kaisertrutz ** Diskussion & Musik ** live **

www.facebook.com/events/634626266725287/

CON MOTO ** Diskussion & Musik im Kaisertrutz 06. März 2017 - 18:00 Kaisertrutz/Reichenbacher TurmCON MOTO, unser Podium für Dialog und Musik, ist eine Veranstaltungsreihe, die gesellschaftliche Themen aufgreift und zugleich musikalisch untersetzt. Ein besonderes Zusammenspiel von Sprache und Musik.

Das Thema diesmal: Ordnung, Sicherheit, Staatssicherheit

Eine Veranstaltung in Zusammenarbeit mit @[408270739237585:274:PhilMehr! "Philharmonische Brücken e.V."] .

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Es sind nicht nur die vielfach positiv besetzten Themen, wie „Kindheit und Jugend“ oder „Partnerschaft, Familie, Wohnung“, die unterschiedlichste Erinnerungen an die DDR-Zeit bei den Bürgern der Stadt wachrufen. Auch die weniger angenehmen Erfahrungen, die Görlitzer zum Beispiel mit „Ordnung, Sicherheit, Staatssicherheit“ gemacht haben, stehen im Fokus des Mitmach-Projektes Erfahrung DDR!

Umrahmt von Musik der Lausitzer Philharmonie und des Vereins „Philharmonische Brücken“ diskutieren am 06. März, um 18.00 Uhr unter anderem Lutz Rathenow, Sächsischer Beauftragter für die Stasi-Unterlagen, Harald Wenske, Hauptmann der DDR-Kriminalpolizei und bis 2008 Erster Hauptkommissar, sowie Martin Pescheck als Angehöriger der DDR-Opposition, über die Rolle von Staatssicherheit und Volkspolizei im Staatsapparat der DDR.

Aufgeworfen wird unter anderem die Frage, ob nicht vielleicht die Aufarbeitung des DDR-Regimes zu sehr mit der Tätigkeit der Staatssicherheit gleichgesetzt wird? Könnte nicht 27 Jahre nach der friedlichen Revolution langsam das Kapitel Stasi, Verfolgung und Überwachung ruhen gelassen werden? Wie immer soll das Publikum mit Fragen und Beiträgen an der Diskussion beteiligt werden.
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Nächster Termin der Reihe "CON MOTO":

20.03.2017 ** "3. Generation Ost"

Das gesamte Begleitprogramm zur Ausstellung "Erfahrung DDR!" gibt es unter www.begleitprogramm.erfahrung-ddr.de .
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02. März 2017

Erfahrung DDR
** Bis 30. April - Erfahrung DDR! geht in die Verlängerung **

Aufgrund des großen Besucherinteresses haben sich das Kulturhistorische Museum und der Förderverein Kulturstadt Görlitz-Zgorzelec (FVKS e.V.) dazu entschlossen, die Sonderausstellung „Erfahrung DDR!“ im Kaisertrutz noch bis zum 30. April 2017 zu zeigen. 

Bislang waren mehr als 5.600 Besucher in der Ausstellung. Zahlreiche Begleitveranstaltungen im Kaisertrutz und im gesamten Stadtgebiet bieten zudem ein abwechslungsreiches Programm.

Apropos Kaisertrutz:  Bereits am Freitag, 03. März geht es mit KINO im KAISERTRUTZ weiter, am kommenden Montag, 06. März dann mit Con Moto. Dazwischen, am Sonntag, 05. März, lädt SPIEL MIT zum Wissensquiz über die DDR ein.

Kino: https://www.facebook.com/events/1179251878861159/

Con Moto: https://www.facebook.com/events/634626266725287/

Spiel mit: https://www.facebook.com/events/233455697086808/

** Bis 30. April - Erfahrung DDR! geht in die Verlängerung **

Aufgrund des großen Besucherinteresses haben sich das Kulturhistorische Museum und der Förderverein Kulturstadt Görlitz-Zgorzelec (FVKS e.V.) dazu entschlossen, die Sonderausstellung „Erfahrung DDR!“ im Kaisertrutz noch bis zum 30. April 2017 zu zeigen.

Bislang waren mehr als 5.600 Besucher in der Ausstellung. Zahlreiche Begleitveranstaltungen im Kaisertrutz und im gesamten Stadtgebiet bieten zudem ein abwechslungsreiches Programm.

Apropos Kaisertrutz: Bereits am Freitag, 03. März geht es mit "KINO im KAISERTRUTZ" weiter, am kommenden Montag, 06. März dann mit "Con Moto". Dazwischen, am Sonntag, 05. März, lädt "SPIEL MIT" zum Wissensquiz über die DDR ein.

Kino: www.facebook.com/events/1179251878861159/

Con Moto: www.facebook.com/events/634626266725287/

Spiel mit: www.facebook.com/events/233455697086808/
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27. Februar 2017

Erfahrung DDR
Kino im KT ** Der heimliche Blick - Wie die DDR sich selbst beob

** "Der heimliche Blick" ** Kino im Kaisertrutz ** 03. März, 18 Uhr **

www.facebook.com/events/1179251878861159/

Ein Dokumentarfilm von Thomas Eichberg. Der Filmemacher ist an diesem Abend vor Ort und erläutert sein Werk.

Kino im KT ** Der heimliche Blick - Wie die DDR sich selbst beob 03. März 2017 - 18:00 Kaisertrutz/Reichenbacher TurmKINO IM KAISERTRUTZ ist eine Begleitveranstaltung des Projektes „Erfahrung DDR!“. Dieses Mal präsentieren wir eine Besonderheit:

03.03.2017, 18 Uhr: Der heimliche Blick - Wie die DDR sich selbst beobachtete.

Ein dokumentarischer Film von Thomas Eichberg. Der Filmemacher ist an diesem Abend selbst anwesend und erläutert sein Werk.

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Zwischen 1970 und 1986 entstanden bei der "Staatlichen Filmdokumentation" (SFD) am DDR-Filmarchiv etwa 300, nicht für die Öffentlichkeit gedachte Filme. Offizieller Auftrag des Kulturministeriums an die Filmgruppe war es, eine Dokumentation des sozialistischen Staates für die Zukunft zu schaffen. SFD-Filme sollten die DDR vollständiger zeigen als die zensierten Medien es taten: Nicht Agitation war das Ziel, sondern Information. Schmutzige Hinterhöfe, schimmelige Wohnungen, marode Mietshäuser mit undichten Dächern, Rentner in Armut, dreckige Fabrikhallen ohne Lüftung, sarkastische Parteifunktionäre - das gab es in der DDR, nur wurde es nie gezeigt.

Dieser ungewöhnliche Auftrag war nur möglich, weil die Filme der Staatlichen Filmdokumentation nicht für die Zuschauer von Heute gedacht waren, sondern für die Zuschauer von Morgen: Erst spätere Generationen sollten die "ganze" DDR sehen und dann, so die Hoffnung, auch offen über Probleme und Widersprüche sprechen können. Der Gedanke war: Wenn wir die Probleme der Anfangsjahre überwunden haben, zeigen wir unseren Enkeln, dass aller Anfang schwer ist. Dazu ist es bekanntermaßen nie gekommen. Bis dahin waren SFD-Filme, bis auf eine Handvoll von Ausnahmen, geheim und nicht für die Öffentlichkeit gedacht. Noch 1989 gehörten sie zum Sperrmaterial des DDR-Filmarchivs.

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Tipp: Ausstellung "Schauplätze. Filmdrehort Görlitz #1 DDR-Zeit", 25.11.2016 - 02.04.2017, Museum der Fotografie Görlitz, Löbauer Straße 7 ** www.filme.europastadt.org
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